Igel und Mähroboter in unseren Gärten
Mähroboter sind gefährlich für Igel!
Igel sind Mährobotern nahezu schutzlos ausgeliefert. Anders als viele andere Tiere fliehen sie bei Gefahr nicht, sondern rollen sich ein und stellen ihre Stacheln auf. Dieses natürliche Schutzverhalten bietet ihnen gegenüber den scharfen, schnell rotierenden Klingen eines Mähroboters jedoch keinen ausreichenden Schutz. Die Folge sind häufig schwere Verletzungen, die für die Tiere tödlich enden können.
Dabei stehen Igel in Deutschland unter besonderem Schutz des Bundesnaturschutzgesetzes. Sie dürfen weder gefangen noch verletzt oder getötet werden.
Wann sind Mähroboter besonders gefährlich
Gesunde Igel sind vor allem in der Dämmerung und nachts aktiv. In dieser Zeit begeben sich die nachtaktiven Tiere auf Nahrungssuche. Genau dann laufen jedoch viele Mähroboter, weil der Garten am späten Abend oder in der Nacht von Menschen meist nicht genutzt wird. Für Igel kann das lebensgefährlich sein.
Doch auch ein Mähroboter, der ausschließlich bei Tageslicht eingesetzt wird, bietet keinen sicheren Schutz. Denn kranke oder geschwächte Igel sowie junge Igel ohne ihre Mutter unterwegs sind, können auch tagsüber aktiv sein. So besteht für Igel zu jeder Tageszeit die Gefahr, von einem Mähroboter schwer verletzt oder getötet zu werden.
Garten für Igel gestalten: Die sechs Tipps
Sie möchten Ihren Garten igelfreundlicher gestalten und Igeln Nahrung, Unterschlupf und sichere Rückzugsorte bieten? Mit diesen sechs Tipps schaffen Sie wertvollen Lebensraum für die stacheligen Gartenbewohner:
1. Einheimische Stauden und Gehölze pflanzen
Setzen Sie auf heimische Pflanzen. Sie bieten zahlreichen einheimischen Insekten Nahrung und Lebensraum – und schaffen damit die Grundlage für eine reichhaltige Nahrungsquelle der Igel, die sich überwiegend von Insekten ernähren.
2. Auf Pestizide und andere Chemikalien verzichten
Chemische Pflanzenschutzmittel und Schneckenkorn können für Igel gefährlich sein. Fressen sie Insekten oder andere Tiere, die mit solchen Mitteln in Kontakt gekommen sind, können sie dadurch Schaden nehmen. Ein naturnaher Garten kommt daher möglichst ohne chemische Mittel aus.
3. Laub, Äste und Gestrüpp liegen lassen
Unter Hecken, in Laubhaufen oder zwischen Ästen finden Igel wertvolles Material für ihre Nester. Darin können sie sich vor Kälte schützen und während des Winterschlafs warm einwickeln. Auch tagsüber suchen Igel gerne in Hecken, Steinhaufen oder im Kompost nach geschützten Verstecken.
4. Durchgänge zu Nachbargärten schaffen
Igel legen bei ihrer Nahrungssuche weite Strecken zurück und durchstreifen dabei große Gebiete. Zäune und Mauern können ihre Wege versperren. Kleine Durchgänge zwischen Gärten ermöglichen es ihnen, sich frei zu bewegen und ausreichend Nahrung zu finden.
5. Auf Mähroboter und häufiges Mähen verzichten
Lassen Sie Ihren Rasen möglichst naturnah wachsen und verzichten Sie auf häufiges Mähen. Besonders wertvoll sind ungemähte Ecken und Wiesenstücke: Sie bieten Igeln sichere Rückzugsorte und schaffen gleichzeitig Lebensraum für zahlreiche Insekten.
6. Kräuterrasen statt herkömmlichem Nutzrasen
Ein Kräuterrasen ist eine pflegeleichte und naturnahe Alternative zum klassischen Rasen. Er muss in der Regel weniger gedüngt und bewässert werden, wird seltener gemäht und bietet vielen Insekten Nahrung und Lebensraum. Davon profitieren auch die Igel.