Besucherzähler KV Gartenbau Starnberg
Online:
2
Besucher heute:
131
Besucher gesamt:
2.505
Zugriffe heute:
166
Zugriffe gesamt:
8.764
Besucher gestern:
107
Zugriffe gestern:
281
Seitenzugriffe:
29
Besucher pro Tag: Ø
1
Zählung seit:
 12.03.2018

Gartenkinder Breitbrunn im Klostergarten

Wo der Fichtenvogel lebt...

Kategorie: Kinder / Jugend Veröffentlicht: 19. Mai 2014 im „Herrschinger Spiegel“.

(Text/Fotos: st) Heidi Körner vom Breitbrunner Gartenbauverein hält eine Feder hoch und schaut in die Kinderrunde: „Weiß denn jemand, was das für eine Feder ist? Die haben wir gerade im Fichtenwald gefunden." Ein Sechsjähriger antwortet: „Na, eine Fichtenfeder!"

Zwölf Vorschulkinder des Breitbrunner Kinderhauses machten sich am 12. Juni auf den Weg in den Klostergarten, den Tieren und der Natur auf der Spur. Geschützt vor dem Regen, gab es erst einmal unter einem Zelt eine stärkende Brotzeit, bevor die bunte Kinderschar zur ersten Station loszog. Ein in Perfektion gebautes Kohlmeisennest aus Moos und Federn gab es hier zu bestaunen und befühlen. Am Tag zuvor waren dort gerade drei Jungvögel ausgezogen. Die Nester baut die Kohlmeise in Vogelhäuser, brütet und zieht dort zweimal im Jahr ihre Jungen auf – vorausgesetzt die Häuschen werden zwischenzeitlich von menschlicher Hand gereinigt. Sonst passiert es, dass die Behausungen leer bleiben. 

Weiter ging es zu Spatzenhotels (der Spatz wohnt lieber in Gesellschaft), Hummel-, Wildbienen- und Marienkäferwohnungen und (ganz leise) zu einem Kohlmeisennest, wo noch Jungvögel wohnten und die Kleinen gerade ihre ersten Flugversuche unternahmen. Selbstverständlich lernten die Kinder, dass Vögel niemals berührt werden dürfen, da aufgrund des menschlichen Geruchs die Vogeleltern die Kleinen dann verhungern lassen.

Sehr spannend war für die Kinder der Blick in den Bienenkasten. Der Imker Hans Grimmer erzählte viel dazu und sogar die Königin wurde gesichtet. Momentan leben dort „nur" 20.000 Bienen, normalerweise hat ein Bienenvolk das drei- oder vierfache an Tieren.

Heidi Körner, die den Ausflug liebevoll mit Herz und vollem Einsatz gestaltet hat, ist es wichtig, dass die Kinder ihre Erfahrungen erst in der Natur machen und dann vielleicht später im Kindergarten oder zu Hause mit Büchern und Bildern ihr Wissen noch mal vertiefen. Dazu gab es zum Beispiel eine kleine Schachtel mit echten (toten) Hummeln, Bienen und übrigens, die Fichtenfeder gehörte am Ende dann doch zu einer Amsel.